Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung
8 09 2010
Montag 06.09.2010
Um 7 Uhr ging bei uns der Wecker, doch das Aufstehen viel uns schwerer, als wir gedacht hätten. Bevor wir zum Frühstück gingen, packten wir unsere Sachen, sodass wir nach der Stärkung nur noch alles ins Auto verstauen mussten. Leider sollte sich später herausstellen, dass Monas Nackenrolle irgendwo im Bett zurückgeblieben ist. Uns beiden ist das beim Packen nicht aufgefallen. Durch das morgendliche Duschen und Kofferpacken kamen wir so spät zum Frühstück, dass das Obst bereits vergriffen war. Auf Eier verzichteten wir dieses Mal.
Nachdem die Koffer ordnungsgemäß im Auto verstaut waren, ging es auf Richtung San Francisco. Bevor wir aber über die Golden Gate Bridge fahren sollten standen noch zwei Zwischenstopps auf dem Programmplan. Der Erste führte uns nach ca. 40 km in das kleine Städtchen Fairfield, wo eine Jelly Belly Fabrik beheimatet ist. Die Führung ist kostenlos. Da wir beide diese kleinen Bohnen sehr gerne essen und die Fabrik sogar auf dem Weg lag, ließen wir diesen Halt natürlich nicht aus. Da der erste Montag im September ein landesweiter Feiertag ist (Laborday), konnten wir nicht die laufende Produktion besichtigen und mussten uns mit Videos an den einzelnen Stationen zufrieden geben, was wir aber im Voraus bereits wussten und letztendlich kein Problem darstellte. Die Videos waren sehr aufschlussreich und die Führung dennoch sehr interessant. Die Tour endete im Shop der Fabrik und jeder Besucher bekam eine kleine Probetüte Jelly Bellys geschenkt. Das absolute Highlight des Fabrikbesuchs war die Trybar, an der man alle produzierten Geschmacksrichtungen der kleinen Bohnen probieren konnte. Sogar Popel, Zahnpasta oder verfaulte Eier (Harry Potter lässt grüßen!). Ich probierte mich an Ohrenschmalz und es schmeckte genauso ekelig, wie es sich anhört. Mit einer kleinen Auswahl an Jelly Beans verließen wir Fairfield uns steuerten den zweiten Stopp vor San Francisco an: Sausalito. Die kleine Hafenstadt befinden sich genau auf der anderen Seite des „Golden Gate“ und wird durch die Golden Gate Bridge mit San Francisco verbunden. Die Straßen an der stark abschüssigen Küste ist mindestens genauso steil, wie die in der Nachbarstadt. Eigentlich wollten wir das Sausalito Art Festival besuchen und hatten auch schon einen günstigen Parkplatz für 10 $ ergattert. Am Eingang des eingezäunten Festivals traf uns dann allerdings der Preishammer. Der Eintritt pro Person sollte 20 $ betragen. Für uns beide echt zu viel. So beließen wir es bei einem kleinen Hafenbummel und kauften bei unserem ersten echten Supermarkt ein. Von Sausalito aus waren es dann nur noch 15 Minuten bis zu unserem Motor Inn auf der Lombard Street. Das Motel hat im Erdgeschoss und im Keller eine Garage mit Gästeparkplätzen, die im Zimmerpreis mit inbegriffen sind (eine Seltenheit in SF). Direkt gegenüber der Rezeption konnten wir uns einen Parkplatz sichern. Es wird also dauerbewacht! Das einchecken verlief, wie auch bei den beiden anderen Unterkünften, ohne Probleme und so hielten wir recht schnell unsere Zimmerkarten in den Händen. Das Zimmer ist geräumig, sauber und liegt nicht zur stark befahrenen Lombard Street hinaus. Ist also nachts sehr ruhig. Erstmals haben wir mit einem Kingsize-Bett eines in heimischer Größe. Wir hielten es nicht sehr lange in unserem Zimmer aus. Uns zog es zum Hafen von San Francisco, dem Fisherman`s Wharf, wo wir u.a. unsere ÖPNV-Pässe kaufen wollten. Zu Fuß liefen wir die ca. 10 Blocks in gemütlichen 20 Minuten. Nachdem wir unsere 3 Tage gültigen MUNI-Passports in den Händen hielten, spazierten wir, vorbei an zahllosen Fischrestaurants, zum Pier 39 hinüber, der als touristischer Mittelpunkt des Wharfs bezeichnet werden kann. Vor allem Souvenirshops reihen sich an diesem Boardwalk aneinander. Zwischen den kleinen Läden kann man immer mal wieder einen Blick auf die Bay, die Golden Gate Bridge oder Alcatraz werfen. Mit der sinkenden Sonne wurde es zunehmend frischer, weshalb wir uns entschlossen so langsam den Weg Richtung Motel anzutreten und erstmalig unsere Tickets in Anspruch zu nehmen. Das Busfahren in San Francisco ist eigentlich sehr unkompliziert, weiß man erst mal, wie es funktioniert. Haltestellen sind nicht immer als solche zu erkennen. Es genügt bei manchen Linien, wenn man sich an die Ecke eines Blocks stellt, an der der Bus vorbeifährt. In der Regel hält der Bus an und nimmt einen auf. Gleiches gilt beim Aussteigen. Bevor der Bus die Ecke des Blocks passiert, zieht man einer sich über dem Fenster befindlichen Reißleine und signalisiert damit dem Fahrer, dass man an der nächsten Ecke aussteigen möchte. Ausnahmen sind dagegen die Expressbusse, die nur feste Haltestellen ansteuern (in etwa alle 2 Blocks). So waren wir relativ schnell wieder zurück im Motel. Am nächsten Tag sollte es nach Alcatraz gehen.







Hi, tolle Berichte, nach Alcatraz würde ich auch gerne. Wollten ja Di in den Zoo, aber das Wetter war Sch….
Vielleicht wars auch besser so, Ohne Kamera!
Gruß Barbara